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Tauchplätze

Für uns ist oberstes Gebot, unseren Gästen einen, an ihrem Erfahrungshintergrund und ihren Wünschen orientierten Tauchgang, abseits von Massentauchspots zu ermöglichen.

 
 

Tauchen, wo nicht alle tauchen

Die Unterwasserwelt vor Hurghada gehört mit seinen traumhaften und vielfältigen Korallenriffen zu den schönsten Tauchgebieten auf der ganzen Welt und bietet Tauchbedingungen, die sonst nur in den weit entfernten subtropischen Gewässern zu finden sind.

Die Radaranimation zeigt die Inseln und Riffgebiete vor der Küste Hurghadas von Sharm El Arab und Abu Haschisch im Süden bis Shaab El Erg im Norden. Wir laufen insgesamt 54 Ankerplätze an, von denen nur cirka 30 auch regelmäßig von anderen Basen betaucht werden. Die Nähe zu Europa, das warme türkisblaue Wasser und die faszinierende Unterwasserwelt haben Hurghada innerhalb von 20 Jahren von einem kleinen beschaulichen Fischerdorf zu einem der bedeutsamsten Zentren für den internationalen Tauchtourismus gemacht. Jeden Tag schicken etwa 140 Tauchbasen ihre Ausflugsboote zu den beliebtesten Tauchplätzen rund um Hurghada und Schätzungen gehen davon aus, dass ca. zwischen 1000 und 3000 Taucher pro Tag die Riffe dieser Region besuchen.  

Ein solcher Massenandrang ist einerseits verständlich, aber andererseits möchte auch niemand an Plätzen tauchen, an denen es vor lauter Tauchbooten und Tauchern unmöglich ist, ein ganz persönliches Tauchgefühl zu entwickeln und intensiver auf die natürliche Unterwasserwelt einzugehen.

Das Al Mashrabiya Diving Center forscht deshalb ausgiebig nach neuen Tauchplätzen und fährt bewusst, sofern es das Wetter erlaubt, keine Gebiete an, die von einer Vielzahl von Tauchbooten belagert werden. Auch heute gibt es immer noch unzählige Riffe, die gar nicht oder nur von Wenigen betaucht werden und an genau diesen Riffen tauchen wir.

Zusätzlich ist uns wichtig, dass wir entsprechend den jeweiligen Wünschen und Erfahrungen unserer Gäste Tauchplätze anfahren, die diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden und sowohl dem Profi als auch dem Einsteiger einen ganz persönlichen Tauchgang möglich machen.

Wir geben hier nur kurze Beschreibungen einiger Tauchplätze an, um Euch einen Vorgeschmack zu geben, aber auch, weil wir nicht alles an alle verraten wollen.

Nah bei den Ankerplätzen der Fanus Riffe (Turtle Bay, Fanus Ost und Fanus West) befindet sich Allah’s Garden. Das Flachwasser (6-12 Meter) ist völlig unberührt. Eine bizzare Landschaft aus gewaltigen Geweihkorallen und großen Kuppeln, die teilweise mit Tischkorallen besetzt sind. Diese selten von Menschen besuchte Zauberlandschaft scheint im ersten Moment leider nicht so fischreich zu sein. Doch sie verstecken sich nur, da sie Besucher nicht gewohnt sind. Nachdem sie spüren, dass die fremden Wesen, die in ihre Welt eingedrungen sind, keine Jäger sind, kommen sie wieder heraus und gehen ihren Beschäftigungen nach oder sind sogar neugierig. Auch Schildkröten und Adlerrochen sichten wir regelmäßig hier.

Die Insel Abu Ramada bietet verschieden Ankerplätze, die jeden Geschmack und Anspruch befriedigen. Am Drop Off des Nordplateaus befindet sich eine Höhle mit einem unscheinbaren Loch als Eingang in 24 Meter Tiefe. Lässt man sich kopfüber hineinfallen, so befindet man sich in einem Gang, der in eine kleine Grotte führt. Eine große Spalte erlaubt in 31-33 Meter Tiefe den Austritt aus der Steilwand ins tiefe Blau.

Große Gorgonenfächer besiedeln Regionen der Wände und Vorsprünge. Die Ergs von Abu Ramada sind voll mit bunten Weichkorallen und Unmengen von Fahnenbarschen. Das Nordkap und das Ost-Südplateau (bei Strömung Erg in 22 Meter mit schlafenden Weißspitzenriffhaien) sind ideal zum driften.
Im Süden befindet sich ein Erg aus dem warmes Wasser (wahrscheinlich aus der Tiefe das Roten Meeres) austritt. In den Wintermonaten, wenn sich das Wasser des Roten Meeres etwas abgekühlt hat, flimmert es in der Umgebung der Austrittslöcher und man kann die angenehme Wärme fühlen.
 

Es gäbe viel über jede einzelne Riffregion Hurghadas zu erzählen, doch dies würde ein umfangreiches Buch füllen. Kaum ein anderer Ort auf der Welt besitzt so viele und unterschiedliche Tauchplätze. Hier gibt es einfach alles und das in verschiedensten Varianten:                                                                                       Lichtdurchflutete Grotten voller Glasfische, Wracks in verschiedenen Tiefen und Schiffstypen, bunte Korallengärten, farbenfrohe Nacktschnecken und tanzende Plattwürmer, bizarre Hänge, die an Tropfsteinhöhlen erinnern, zerklüftete Steilwände, fischreiche Ergs, Plätze mit drolligen Anglerfischen, die perfekt getarnt mit unglaublichen Farbenkleid zwischen den Schwämmen sitzen, Felder von Brokkoliweichkorallen, die zur Lieblingsnahrung der Meeresschildkröten gehören, Sandplateaus auf denen große Stachelrochen schlafen, zutrauliche Delphinhorden, Wolken von Ehrenfischen, in denen Makrelen und Flötenfische jagen und alle anderen Lebewesen, die das Rote Meer zu bieten hat.

Glücklicherweise ist, wie in vielen Tauchgebieten heutzutage, auch hier das Ankern am Riff verboten. Die Zusammenarbeit von Tauchbasen und Sponsorships von Naturschutzorganisationen oder großen Geräteherstellern haben es möglich gemacht, die regelmäßig betauchten Riffe mit gut installierten Bojen auszurüsten. An ihnen können die Tauchboote festmachen.                                                                                An manchen Plätzen sind die Ankerseile nicht mit Bojen versehen und liegen unsichtbar für jeden, der sie nicht kennt auf dem Meeresgrund.

Das Thema Umweltschutz ist in den letzten Jahren einer der größten Diskussionspunkte in der Tauchszene geworden.                            Verbände und Tauchbasen haben begonnen, auf einem breiten Feld Initiativen zu starten. Von Strandaufräumaktionen über Tauchgebietsreinigungen bis hin zum Setzen von Ankerbojen, wird inzwischen alles mögliche unternommen.

Der größte Schadensverursacher ist bis jetzt jedoch der Taucher selbst. Immer noch trifft man auf mangelhaft tarierte Tauchgruppen, die sprichwörtlich über den Gewässergrund walzen. Immer noch gibt es die Souvenierjäger, die gerne einen schönen Korallenbrocken als Geschenk oder für das eigene Regal mit nach Hause nehmen.               Immer noch ist den meisten Fotografen ihr Schnappschuss alles wert und wir finden sie im Riff liegend oder kniend vor ihrem Motiv. Immer noch tragen häufig ganze Gruppen in wirklichen Warmwassergebieten in den Tropen Handschuhe und Knieschützer, denn man weiß ja nie, was alles so nesselnd, giftig oder scharfkantig sein könnte.              Manche der - vor noch wenigen Jahren - eindrucksvollsten Korallenriffe hinterlassen heute nach dem Betauchen den Eindruck, als wären sie betoniert.

Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dass in der Zukunft eine stärkere Beeinflussung und Schulung über Meeresbiologie stattfindet und ihren Platz schon in der Ausbildung von Beginnern haben muss. Nur wer mit einem solchen Wissen ins Wasser geht, kann naturbewusst tauchen. Und nur, wer dies intensiv schult, kann von sich behaupten, dass er den Umweltschutz nicht nur zum Zweck der Werbepropaganda benutzt.

 
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